Die Welt vergessen – Auf den 4000 Islands in Laos

Ein Mikrokosmos im tiefsten Süden von Laos, kurz vor der Grenze zu Kambodscha – Was hier passiert und warum man hier nicht so einfach wieder weg kommt, ist nicht einfach zu erklären. Wie viele andere Orte in Laos, hat auch dieser Fleck ein ganz eigenes Tempo, die Stimmung fast schon bizarr, die Menschen tiefenentspannt. Vielleicht liegt es am Maekong, dem mächtigen Strom, der hier im Schneckentempo vorbeizieht und den Takt angibt.


Was gibt’s da zu sehen?

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Nicht viel – Und doch. Die 4000 Islands sind, unschwer zu erraten, eine Anhäufung von kleinen Inseln inmitten des Maekongs. Zwei von ihnen sind bewohnt, die eine davon für Backpacker sehr einfach zugänglich. Hier, auf Dondet findest du eine reiche Anzahl günstiger Unterkünfte. Ich möchte jedem empfehlen, sich eine Hütte am Westufer zu schnappen, denn die Sonnenuntergänge hier sind einfach gigantisch.

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Tagsüber kann es unangenehm heiß werden. Um Abhilfe zu schaffen kannst du dir für 1-2€ einen Tube ausleihen und stundenlang auf dem Maekong vor dich hin treiben. Die Strömung hier ist so schwach, dass du in einer Stunden nicht mehr als 100-200 Meter zurücklegst. Wenn du ein wenig suchst, kannst du eine winzige Sandbank entdecken, wo du inmitten des Maekongs im knietiefen Wasser stehen kannst.

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Alternativ zum Tubing kann man sich auch ganz entspannt einen faulen Tag in der Hängematte am eigenen Balkon oder in einem der unzähligen Restaurants am Ufer machen. Bringe ein gutes Buch mit oder spiel den ganzen Tag mit Katzen oder den herumrennenden Kindern. Alles was man hier tut, fühlt sich irgendwie richtig an.

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Es gibt weiter stromabwärts Wasserfälle, zu denen man mit einem ausgeliehenen Fahrrad kommt. Diese sollen sehr schön sein, ich habe es jedoch nicht dorthin geschafft, weil ich im Nichtstun aufgeblüht bin und mich tagelang nur mit der Aussicht beschäftigt habe. Auch kurze Wanderungen im Umkreis von einem Kilometer bieten zahlreiche Eindrücke in diese magische Insel, wo es übrigens keine Mücken gibt. Plane ein, hier doppelt so lang zu bleiben, wie du vorhattest.


Wie komm ich da hin?

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Von Norden her fahren Busse nach Pakse, von wo du einen weiteren „Bus“ zum Hafen bei den 4000 Islands nehmen kannst. Dieses Vehikel sieht schlimmer aus als es ist, die Fahrt ist eigentlich sehr angenehm. Durch den Fahrtwind und die Nähe zu den anderen Fahrgästen vergeht die Zeit wie im Flug. Zusammen mit Hühnern und vielen Kartons geht es für 2-3 Stunden auf die staubige Piste direkt zum Wasser.

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Von hieran ist nun dein Verhandlungstalent gefragt. Schnapp dir einen Fischer vor Ort und handle einen guten Preis aus. Wir haben zusammen ca. 5€ für die Überfahrt gezahlt und waren zu dritt. Vermutlich geht das auch günstiger, je nach Uhrzeit und Nachfrage.


Sicherheit

Don Det ist sicher, die Menschen hier nehmen Rücksicht und haben hohe Ansprüche an ihr eigenes Verhalten. Es gibt eine Polizei auf der Insel. Diese ist aber eigentlich nur da, um sich von den Happy-Bars bestechen zu lassen und somit ein gemütliches Dasein zu führen. Wie überall sollte man seine Wertsachen trotzdem nicht unbeobachtet überall herumliegen lassen, denn die Menschen hier haben meist weniger als du.


Insider-Tipps

  • Der Sprungturm an einer der ersten Bars vom Anleger, östliche Seite.
  • Finde die Sandbank im Fluss und fühle dich wie jemand, der über Wasser laufen kann!
  • Bei Happy-Pizza versteht das Personal den Unterschied zwischen „happy“ und „no-happy“ nicht. Lachflashs garantiert.
  • Nachts kann eine Taschenlampe hilfreich sein um nach hause zu finden.

Kosten

  • Tagesbudget: 15-25€
  • Schlafen: bei Locals ab 3€, Bambushütte am Ufer ab 8€
  • Essen: ab 1,50€
  • Bier: ab 1,50€

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