Anuradhapura, Sri Lanka – Die einst so mächtige Stadt

Die goldenen Zeiten der Stadt Anuradhapura sind längst vorbei. Die durch den Bürgerkrieg stark gebeutelte Hauptstadt der Nord-Zentralprovinz ist heute kein besonders schöner Ort mehr. Die Neustadt zeigt viel Armut und hat einen Charme, der eher durch die Unvollkommenheit strahlt. Rund um die Stadt kann man jedoch die Ruinen der einst mächtigen Stadt bestaunen.


Was gibt’s da zu sehen?

Ein Spaziergang durch die Neustadt gibt dir einen guten Eindruck, wie die Lage und Stimmung in Anuradhapura ist. Alles wirkt ziemlich improvisiert und die Stadt befindet sich im Aufbau. Wer sich die Miete für ein Geschäft nicht leisten kann, verkauft seine Waren auf der Straße und hofft auf den Durchbruch eines Tages.

Viele Menschen arbeiten und Wohnen in kurzfristig aufgebauten Hütten am Straßenrand, wo es nicht selten vorkommt, dass Gruppen von Männern den ganzen Tag am Tisch sitzen, trinken und dabei Glücksspiele spielen. Zum einen macht das einen traurigen Eindruck, zum anderen sind sie so herzlich und interessiert, dass man sich am liebsten dazu setzen möchte.

Wer zum Sightseeing nach Anuradhapura kommt, hat es wahrscheinlich aber eher auf die Ruinen der sehr alten Stadt abgesehen. Die bereits 400 Jahre vor Christus erbaute Stadt war für 1300 Jahre das Zentrum der Macht in Sri Lanka und bereits 100 Jahre nach Christus die neunt größte Stadt der Welt. Dies ist aus heutiger Sicht kaum noch zu glauben, denn es stehen wirklich nur noch Überreste. Das Besuchen dieser Überreste schlägt mit 25 USD ziemlich hart rein und kann meiner Meinung nach nicht mit anderen Weltkulturerben mithalten.

Rund um die Stadt leuchten saftige Reisfelder, in denen die eine oder andere Unterkunft zu finden ist. Wer als mit dem längeren Fußweg in die Stadt kein Problem hat und morgens gerne eine hübsche Aussicht beim Frühstück genießt, der wird im Norden von Anuradhapura fündig.


Wie komm ich da hin?

Am besten kommst du nach Anuradhapura von Colombo oder von Kandy. Beide Städte sind etwa 4 Stunden mit dem Bus entfernt, was nicht mehr als 1-2 Euro kostet. Um Anuradhapura wieder zu verlassen, erkundigst du dich am besten vorher gut nach der Bushaltestelle, denn diese sind oft nicht für Touristen erkennbar und verschiedene Busse fahren von den unterschiedlichsten Kreuzungen ab.


Sicherheit

Man merkt schnell, dass die allgemeine Stimmung im Norden anders ist als im Süden. Der Norden hat den Bürgerkrieg viel härter erlebt als der ziemlich verschonte Süden. Die Atmosphäre wirkt teils beklemmend, Hunde bellen mehr, die Menschen sind ärmer. Ob dies tatsächlich Auswirkungen auf deine Sicherheit hat, bezweifele ich jedoch.


Insider-Tipps

  • Wenn du nicht unbedingt die Ruinen sehen willst, gibt es hier nicht sonderlich viel zu sehen oder zu tun.
  • Die Straßenrestaurants sind eine gute Gelegenheit um mit den Locals in Kontakt zu kommen und sie etwas auszufragen.

Kosten

  • Tagesbudget: 20-50€ ( Ticket Ruinen 25 USD)
  • Schlafen: DZ ab 10€
  • Essen: ab 1€
  • Bier: ab 2€

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