Tokyo – Klassisch und Absurd im Herzen Japans

Es gibt vermutlich wenige Städte auf der Welt, von denen so ziemlich jeder eine Vorstellung oder eine Idee hat, während fast niemand wirklich dort war um sich ein reales Bild zu machen. Tokyo, und eigentlich ganz Japan, ist so ein Ort. Irgendwie laufen die Dinge hier so normal wie in jeder anderen modernen Metropole und doch ist es anders. Tokyo ist absurd, Tokyo ist schwer zu verstehen, Tokyo ist der Teil unserer Phantasie der sich manchmal verstecken sollte.


Was gibt’s da zu sehen?

Fangen wir bei dem an, was eh alle erwarten. Jeder kennt das Bild: Die riesige Kreuzung im Stadtteil Shibuya, einem von insgesamt 23 Bezirke der japanischen Hauptstadt. Alle paar Minuten überqueren hier bis 10.000 Menschen gleichzeitig die Straße. Das klingt genau so absurd wie es auch aussieht. Der Stadtteil Shibuya ist neben der Rekord-Kreuzung bekannt für seine Einkaufsmöglichkeiten, hier findest du wirklich alles, was du dir vorstellen kannst.

Neben all der Moderne hat Tokyo natürlich auch eine alte Seele, die am deutlichsten am Senso-Ji-Tempel im Stadtteil Asakusa wird. Der fast 1400 Jahre alte budhistische Tempel ist mit Abstand der älteste und wichtigste Tempel Tokyos und musste regelmäßig nach Kriegen oder Erdbeben wieder neu aufgebaut werden.

Am Ufer des Sumida herrscht eine ruhigere Stimmung. Hier sind weniger Menschen unterwegs und die Promenade lädt ein, Kilometer weit am Wasser spazieren zu gehen. Dabei hat man eine gute Sicht auf die neuen Highlights Tokyos, wie z.B. den Skytree, der mit 650 Metern höhe das höchste Gebäude Japans ist und seit 2012 einen gigantischen Blick auf Tokyo gewährt

Aber was macht man nach all dem Sightseeing? Tokyo hat natürlich mehr zu bieten als hohe Häuser, volle Straßen und alte Tempel. Tokyo ist eine Stadt der lebendigen Kultur und das erfährst du am ehesten, wenn du dich einfach unters Volk mischst und tust, was die andern tun. Ein mir völlig fremdes Erlebnis waren die Spielhallen, die alle 100 Meter zu finden sind. Schockierend daran ist eigentlich mehr die Tatsache, dass diese Orte meist absolut vollgepackt mit Menschen sind. Glücksspiele scheinen in Tokyo sehr gut zu funktionieren.

Wem das zu wenig Action ist, dem empfehle ich unbedingt folgende Attraktion. Im Shinjuku Batting Center kannst du für wenig Geld Baseball spielen. Dabei schießt ein Roboter Bälle mit der von dir eingestellten Geschwindigkeit in deine Richtung. Mit ein bisschen Zeit und Sturheit ist man nach 10 Minuten in der Lage die Bälle ganz gut zu treffen und es macht irrsinnig Spaß. Absolute Empfehlung!

Nach so viel Stress und Sport brauchst du natürlich eine Stärkung. Und woran denken wir alle, wenn wir an Japan denken? Richtig, Sushi! Tokyo ist selbstverständlich vollgepackt mit Sushi-Restaurants. Es gibt aber einen Ort, in der sich der Konsum rohen Fisches so richtig lohnt. Es handelt sich um den Tsukiji Fisch Markt, eine Mischung aus Fressmeile und Markt, auf der sich manche der angeblich besten Sushi-Restaurant der Welt befinden. Die Preise variieren sehr stark und es ist für jede Zielgruppe was dabei.


Wie komm ich da hin?

Als Hauptstadt von Japan hat Tokyo wohl die meisten und größten Anschlussmöglichkeiten des Landes. Es gibt 3 große Flughäfen. Die meisten Flüge aus anderen Ländern erreichen Tokyo im etwa eine Stunde entfernten Narita. Der Besuch dieser kleinen Stadt lohnt sich übrigens sehr. Der Haneda-Airport ist größtenteils für Inlandsflüge gedacht und der Ibaraki-Airport wird von Low-Budget-Airlines angeflogen.

Tokyo ist das Zentrum der Zugverbindungen in Japan. Es gibt etliche Bahnhöfe von denen die berühmten Shinkansen-Züge die Hauptstadt aus alle Richtungen erreichen. Die meisten Großstädte sind per Schnellzug im 15-Minuten-Takt zu bereisen.

Mit der Ubahn geht es innerhalb Tokyos am besten voran. Das Netzt ist abartig groß und wird von verschiedenen Firmen betrieben, was sehr verwirrend sein kann, weil nicht alle Tickets für überall gelten. Mit ein bisschen Übung kommst du an dein Ziel und die Automaten sprechen alle auch Englisch.

Busse gibt es natürlich auch, wobei hiervon abzuraten ist, wenn dich die Ubahn bereits an die grenzen deines Verständnisses brachte. In den Bussen  kommst du fast nur mit guten Japanisch-Kenntnisse voran und wer hat die schon.


Sicherheit

Ganz Japan und auch seine Hauptstadt Tokyo sind unglaublich sicher, solange du dich nicht mehr der Jakuza (der japanischen Mafia) anlegst, kann dir eigentlich nichts passieren.


Insider-Tipps

  • Nimm dir Zeit für die alltäglichen Dinge! Tokyos wahre Sehenswürdigkeiten findest du in keinem Reiseführer
  • Verstehe die Welt nicht mehr in dem du eins der vielen Maid-Cafes besuchst!
  • Verlasse dein Hostel nie ohne eine Stadtkarte!

Kosten

  • Tagesbudget: 30-50€
  • Schlafen: Dorm ab 16€, DZ ab 45€
  • Essen:  ab 3€
  • Bier: 1,50€ im Supermarkt

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