Der Hitze entkommen – Hiken und Relaxen in Kalaw, Myanmar

Als ich in Kalaw ankam, verbrachte ich die ersten 3 Tage und Nächte zwischen meinem Bett und der Toilette, denn ich hatte mir in Bagan eine saftige Lebensmittelvergiftung zugezogen. Das passiert leider vielen Touristen, kann dir aber genau so einfach auch in Europa oder auf den Kanaren passieren. Als ich also nach einer Weile wieder auf die Beine kam, konnte ich in langsamen Schritten Stück für Stück die Schönheit des Ortes Kalaw entdecken, weil ich gezwungen war, langsam zu machen.


Was gibt’s da zu sehen?

In der kleinen Stadt Kalaw leben knapp 30000 Menschen ein bescheidendes und ruhiges Leben. Die Höhe von 1300 Metern sorgt für ein sehr europäisches Klima mit kalten Nächten und Straßen voller Nebel in den Morgenstunden. Es ist eine Weile her, dass ich morgens auf dem Balkon stand und mich sehnlichst auf die ersten Sonnenstrahlen gefreut habe. Selbst nach dem der Nebel verschwunden ist, wird es hier nicht erdrückend heiß sondern angenehm warm. Da ich mir langsam zutraue, meine Unterkunft für eine Weile zu verlassen, erkunde ich Kalaw zu Fuß.

Es gibt natürlich Stupas zu sehen, jedoch sind die in Kalaw kleiner und weniger pompös gebaut als an so vielen anderen Orten in Myanmar. Generell ist das Geschehen hier auf der Straßen das, was mich viel mehr begeistert. Es herrscht eine unglaublich ruhige und gemütliche Stimmung.

Wie überall in Südostasien werden Fahrzeuge bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und Sicherheit genutzt und so überrascht es auch nicht, einen Roller mit 5 Menschen darauf zu sehen. Bei der allgemein niedrigen Geschwindigkeit der Menschen hier, schätze sogar ich das Risiko eines Unfalls auf äußerst klein.

Ich verlasse den Ort in nördlicher Richtung. Hinter der Hauptstraße beginnt direkt die Natur und Häuser werden seltener. Die Flora hier erinnert an Mitteleuropa, grün aber nicht mehr so tropisch, wie weiter unten im Tal. Über eine schmale Straße komme ich in eine Siedlung, die irgendwo in der Zeitgeschichte stehengeblieben zu sein scheint.

Von hier erfahre ich, dass ein Weg zurück über ein auf einem Berg platzierten Kloster zurück nach Kalaw führt. Es gibt nicht viele Wege hier oben und ich habe das Gefühl, dass es einfach auch nicht schlimm wäre, sich hier zu verlaufen.

Das Kloster wirkt gespenstig verlassen und ich sehe keine Menschen. Dafür finde ich ich einen überdachten Treppengang, der tatsächlich bis zurück in die Stadt führt. Scheinbar regnet es hier häufiger und die Mönche und Mönchinnen müssen ja irgendwie trocken  ins Kloster kommen.

Am nächsten Tag entscheide ich mich, das weitere Umfeld von Kalaw zu erkunden und einen Eindruck davon zu bekommen, was die anderen Rucksack-reisenden die letzten Tage zu Gesicht bekommen haben, seitdem wir uns trennten und ich vor mich hin vegetiert habe. Es führt ein Hike über mehrere Tage von Kalaw zum Inle-See. Die Umgebung von Kalaw lässt mich staunen und ich kann mir nur vorstellen, wie schön die Wanderung zum Inle-See sein muss.

Eine der schönsten Erfahrungen in ganz Myanmar sind die Begegnungen mit den Menschen hier. Wo auch immer du hinkommst, du stößt auf offene Arme und Ohren, Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Menschen zeigen dir gerne ihr Zuhause, ihre Stadt und ihre Kultur. Lass dich drauf ein und du wirst von der Magie des Landes verzaubert.


Wie komm ich da hin?

Mit dem Zug kommt man direkt von Yangon nach Kalaw fahren. Man muss jedoch ziemlich bescheuert sein oder extrem wenig Zeit haben, wenn man diesen 26-Stunden-Trip freiwillig in Kauf nimmt. Die Anreise von Mandalay lohnt sich allerdings mit dem Zug, denn die Fahrt ist für ihre wunderschönen Landschaftseindrücke bekannt (7-12 Stunden).  Von Bagan kommt man mit dem Bus innerhalb 6-10 Stunden ans Ziel. Bus- sowie Zugfahrten können zeitlich sehr stark variieren. Technische aber auch andere nicht verständliche Probleme ziehen die Fahrten oft in die Länge. Langweilig wird einem dabei aber nie.


Sicherheit

Ich kann mir wenige sicherere Orte vorstellen.


insider-Tipps

  • Kalaw bei Sonnenaufgang und Nebel
  • Gespräche mit den Einwohnern der Stadt
  • Natürlich die Wanderung zum Inle-See

Kosten

  • Tagesbudget: 15-25€
  • Schlafen: Dorm ab 6€, DZ ab 15€
  • Essen: ab 1,50€
  • Bier: ab 1,50€

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