Myanmar’s goldene Metropole des Nordens – Magisches Mandalay

Die zweitgrößte Stadt des Landes Myanmar ist die absolute Überdosis an Kultur und Geschichte. Mit lediglich 1,5 Millionen Menschen wirkt sie überschaubar, jedoch bräuchte es Wochen um auch nur einen Bruchteil der sehenswerten Orte und Stätten zu besichtigen. Wer denkt, er habe schon vieles gesehen und ließe sich durch keine weiteren Tempel und Bauwerke Asiens noch beeindrucken, der wird in Mandalay besseren belehrt.


Was gibt’s hier zu sehen?

Mandalay-Myanmar-Clocktower

In Downtown Mandalay sieht es größtenteils aus, wie in den meisten südostasiatischen Großstädten. Und doch nicht. Der Einfluss der Briten in der Kolonialzeit ist allgegenwärtig und so findest du zwischen all den erdrückenden Plattenbauten mit Liebe gepflegte Backsteingebäude  und Denkmäler mit europäisch-asiatischem Charme, wie z.B auch den Clocktower. In diesen Straßen befinden sich die Banken der Stadt und überhaupt wirkt hier alles viel sauberer und ungewohnt ruhig. Spannender wird es weiter nördlich.

Der alte Kern der Stadt ist eigentlich das 4 Quadratkilometer große Viereck, das viele Parks und den Royal Palace beherbergt. Der Eintritt kostet ca. 10€, wobei das Ticket für 5 tage gültig ist. Man darf als Tourist die Anlage nur vom East Gate betreten. Vorsicht, das Ausmaß täuscht. Jede Seite misst 2km und somit kann man schon mal länger unterwegs sein, um das East Gate zu finden.

Nordöstlich des Quadrats befinden sich die Sanda Muni Pagode und die Kuthodaw, die sich von den anderen dadurch abheben, dass sie umzingelt von 1774 Stupas sind. Eine höhere Dichte an Stupas findet man in ganz Myanmar nicht, außerdem gibt es hier das weltweit größte Eisen-Abbild Buddhas.

Nur 10 Minuten von hier beginnt der Aufstieg zum Mandalay-Hill, der selbstverständlich mit einem Tempel auf der Spitze und eine großartigen Aussicht über Mandalay auf einen wartet. Die Sonnenuntergänge von hier oben lohnen sich absolut. Pass auf, dass du dich nicht von selbsternannten Mönchen für dumm verkaufen lässt, denn diese haben es auf dein Geld abgesehen. Natürlich beklauen sie dich nicht, aber sie drängen dir nur allzu gerne eine Führung auf, die natürlich ihren Preis hat.

Mandalay ist eine Stadt, deren weiteres Umfeld besser mit einem gebuchten Guide erkundet wird. Man sollte sich dafür den ganzen Tag nehmen und darauf achten, dass der Guide ein bisschen Englisch spricht. Es lohnt sich ganz sicher, denn so kommst du an Orte, die du allein nur schwierig findet würdest. So lohnt sich beispielsweise der Weg nach Sagaing. Schon auf der Brücke über den Irrawady wird deutlich wie viel Mühe die Birmesen in das Erbauen von Stupas und Tempeln stecken. Der Hang ist gespickt von gold leuchtenden Kegeln.

Sagaing, die Stadt auf der anderen Seite des Irrawady hat eine unglaublich hohe Dichte an Tempeln, Stupas und Pagoden. Meist läuft man nur wenige Minuten und findet das nächste von Verspieltheit strotzende Bauwerk. Alles Tempel haben unterschiedliche Bedeutungen und Astrologie spielt hierbei eine große Rolle. Frage deinen Guide ruhig aus, die meisten sind froh, wenn sie ihr Wissen teilen dürfen.

Um auf der Flussinsel Inwa zu kommen, setzt dein Guide/Fahrer dich am Ufer ab, wo du am besten auf eigene Faust ein Boot zum Übersetzen organisierst. Der Guide wird sich ein paar Stunden mit seinen Kollegen machen und warten bis du wieder da bist. Wir haben uns auf Inwa Fahrräder geliehen. Das ist deutlich günstiger und so kommst du überall relativ schnell hin.

Die Zeit scheint auf Inwa stehengeblieben zu sein. Es herrscht eine mittelalterliche Stimmung und es ist unfassbar ruhig. Viele Touristen lassen sich hier mit einer Kutsche durch die Feldwege fahren. Meiner Meinung lohnt sich hier das Erkunden auf eigene Faust und du kannst einfacher entscheiden, wem du Geld für Eintritte, Essen oder Getränke in die Hand drückst. Inwa ist eine geniale Möglichkeit, mit der extrem gelassenen Bevölkerung hier in Kontakt zu kommen.

Am südlichen Ende des Taung Tha Man Sees befindet sich eine der Sehenswürdigkeiten, warum manche Touristen extra nach Myanmar kommen. Die U-Bein-Brücke ist mächtig beeindruckend, vor allem bei Sonnenuntergang. Aber ich verstehe die Touristen nicht, die sich nur dieses hölzerne Bauwerk anschauen und danach direkt weiter in die nächste Stadt fahren. Dazu kommt, dass die meisten die Brücke aus der falschen Perspektive erkunden. Nämlich von oben. Gut für die paar anderen, die die Touristen als perfekte Silhouette vor der untergehenden Sonnen gebrauchen.

Im sehr alten Stadtteil direkt neben der U-Bein-Brücke gibt es Kunst an jeder Ecke. Du kannst du meisten Schreinereien besichtigen, weil immer die Hoffnung besteht, du würdest etwas kaufen. Ob du nun Geld da lässt oder nicht, zu sehen, mit welcher Geduld und Genauigkeit die geschickten Handwerker Landschaften, Menschen und Tempel aus dem Teak-Holz schlagen ist einfach nur umwerfend.

Ein weiteres Stück Kultur, dass man gesehen haben sollte, ist die Besichtigung eines Klosters. Religion spielt in Myanmar eine sehr große Rolle und so überrascht es nicht, dass viele Eltern ihre Kinder für mehrere Jahre ins Kloster schicken, um dort eine artgerechte Erziehung zu genießen. Die Wanderung der Mönche durch die Straßen, um Geld und Essen gespendet zu bekommen ist eins der wichtigsten Rituale des Klosters und eine traumhafte Szenerie für seine Zuschauer. Leider ist daraus eine Touristenattraktion geworden und du musst selber für dich herausfinden, ob du Teil davon sein möchtest.


Wie komm ich da hin?

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Mandalay hat einen internationalen Flughafen, der jedoch nur schwach frequentiert angeflogen wird. Relativ regelmäßige und preiswerte Verbindungen existieren nach China und Thailand. Mit Bus und Bahn ist Mandalay gut zu erreichen und zu verlassen. In deinem Hostel wird dir mit dem Kauf von Tickets geholfen, wenn du das Chaos an Bahnhöfen umgehen möchtest. Sehr zu empfehlen ist die Zugfahrt nach oder von Hsipaw, hier bei passierst du unter anderem das bekannte Goteik-Viadukt.


Sicherheit

Mandalay ist wie fast jeder Ort in Myanmar sehr sicher. Gleichzeitig ist Mandalay wegen seiner vielen Sehenswürdigkeiten natürlich auch ein Spielplatz für Diebe und Betrüger. Pass ein bisschen auf deine Wertsache auf, dann wird dir hier nichts passieren.


Kosten

  • Tagesbudget: 25-40€ , je nach Neugier und Sightseeing
  • Schlafen: ab 7€ im Dorm, DZ ab 17€
  • Essen: ab 1,50€
  • Bier: ab 1,50€

Insider-Tipps

  • Buche eine Tagestour, du wirst es nicht bereuen (ich sage sowas selten)
  • Plane mindestens 4 Tage ein
  • Besichtige die U-Bein-Brücke von unten!

Hast du Fragen oder Anmerkungen? Lass es mich wissen und schreib einen Kommentar!

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