Über Nacht im Khao Sok Nationalpark, Thailand

Jeder kennt die unglaublichen, steil aus dem Boden ragenden Karst-Felsen in der Region Krabi – Die Bilder, die im Schaufenster eines jeden Reisebüros hängen. Genau dies gibt es im Süden Thailands auch noch in einer alternativen Variante. Der Khao Sok Nationalpark ist im Grunde ein zerklüfteter Stausee mit einer Menge Urwald überall. Und natürlich darf man dieses gigantische Gebiet in Form einer ein- bis zweitägigen Tour besuchen.


Was gibts da zu sehen?

Vor vier Jahren, besuchte ich den Khao Sok Nationalpark schon einmal. Es hat geregnet und wollte einfach nicht mehr aufhören. Nach einer Woche gab ich es auf und zog weiter. Es lässt sich zwar im Ort, von wo aus die Touren starten gut aushalten (darauf komme ich später zurück) aber die eigentliche Attraktion ist ja der See selbst. Touren zum See kannst du im Ort buchen. Es gibt verschiedene Angebote, ich empfehle dir aber die klassische 2-Tage-Tour mit Übernachtung auf dem Wasser (etwa 70€).

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Wir wurden morgens vor unserer Unterkunft mit dem Minivan abgeholt und erreichten nach einer guten Stunde den Eingang des Sees. Unsere zwei Guides stellen sich vor und verfrachten uns letztlich auf ein Longtailboat, mit dem es dann eine Stunde über den ewigen See bis zu unserer Unterkunft geht. Die Atmosphäre ist atemberaubend und man fragt sich, wie das ganze wohl aussehen würde, wenn der See nicht aufgestaut worden wäre.

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Schließlich erreichen wir unsere Unterkunft. Alles sieht aus wie auf den Fotos. Es gibt sicherlich schickere Varianten unterzukommen, aber dies ist genau meine Vorstellung von Luxus. Alles aus Holz und Bambus, alles knarzt und das Wasser leuchtet hellblau. nach einem Mittagessen ist die Besichtigung einer Höhle angesagt. Ich passe, weil ich mit Höhlen nicht sonderlich gut klarkomme und genieße stattdessen für 3 Stunden den See quasi allein – Ein Traum!

Bei Einbruch der Dunkelheit gibt es eine etwas einstündige Bootstour entlang der Wälder. Wir sehen (und hören!) verschiedene Affenarten, große Vögel und einen genialen Sonnenuntergang. Allein dafür hätte sich der Trip bereits gelohnt.

Als wir zurückkommen ist der Tisch bereits gedeckt. Es gibt frischen Fisch, eine Vielzahl leckerer Curries und allerlei anderes zu essen. Alles sieht fantastisch aus und schmeckt gewohnt lecker. Der Abend klingt aus wie er es im Urlaub tun sollte, man verplaudert sich mit neuen Bekannten, spielt Spiele, trinkt Bier (nicht billig hier, ca. 3€) und freut sich auf den nächsten Tag.

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Da dieser um 6.00 Uhr beginnt, liegen die meisten recht früh im Bett. Der Strom ist aus, es ist stockfinster und man lauscht den Geräuschen des Urwaldes. Ich kann nicht gut schlafen aber ich fühle mich glücklich und naturverbunden. Programm Nummer 1 am nächsten Morgen ist eine weitere Bootstour bei Morgendämmerung. Ein Nebel liegt auf vielen Abschnitten des Sees und die Kulisse wirkt gespenstig. Man hört wie viele Tiere aus dem Schlaf erwachen und alles wirkt einfach nur magisch.

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Nach einem füllenden Frühstück aus banana-pancakes haben wir Zeit um im türkis-blauen Wasser zu planschen und unserem Schwachsinn freien Lauf zu lassen. Dann geht es ans Packen, weil die letzte Tour bereits Teil der Rückfahrt zum Parkeingang ist. Angesteuert wird unter anderem eine Höhle (Angst). Ich kann überredet werden wage mich hinein. Beeindruckend aber auch schön wieder draußen zu sein.

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Ein weiteres Wahrzeichen des Parks sind die 3 Felsen, die wie Pförtner den Durchgang zwischen zwei riesigen Bergen versperren. Jedoch nur für größere Boote, wir passen hindurch. Dann geht es noch zu einer kleinen Bucht, wo wir ein simples, aber leckeres Mittagessen ausgeteilt bekommen, bevor es zurück zum Eingang und dann in unseren Minivan geht. Auf dem Weg zurück in den Ort hat jeder im Bus zufrieden geschnarcht.

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Zurück im Ort wird es keinesfalls langweilig. Zwei Dinge solltest du hier nicht verpassen: Es gibt einen kleinen Fluss der durch den Ort fließt. Genau da unter der Brücke auf dem Foto weiter oben im Text. An mehreren Unterkünften im Ort kannst du dir einen Tube (aufgeblasener Autoreifen-Schlauch) ausleihen. Mit dem kannst du gemütlich den Fluss hinab treiben, dich von Lianen in Naturpools schwingen oder einfach nur die Zeit genießen.

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Wem das zu aufregend ist, dem empfehle ich den Pool der Royal Bamboo Lodge. Klingt teuer, ist es aber nicht (2-3€). Wer im Khao Sok Hostel nächtigt, darf sogar kostenlos hinein. Man hat einen Rundumblick auf die Berge und kann richtig gut faullenzen hier.


Wie komme ich da hin?

Der Khao Sok Nationalpark liegt an der Straßen die den Westen mit dem Osten des recht dünnen Stücks in Süd-Thailand verbindet. Öffentliche Busse Verbinden Surat Thani mit Ranong oder Phuket und du wirst auf halber Strecke rausgelassen (ca. 2€), wenn du zum Khao Sok Nationalpark willst. Dort warten bereits Fahrer auf dich um dich die knapp 2 Kilometer lange Straße in den Ort zu fahren. (sollte nicht mehr als 1€ kosten, man kann aber natürlich auch laufen.) Wie überall in Thailand kannst du mit einem Minivan von einem Ort direkt zum nächsten Ort gebracht werden. Ist meist nicht viel teurer, geht definitiv schneller, bringt dich aber auch um die amüsante Erfahrung, mit den Locals zu reisen.


Sicherheit

Auf den Booten im Khao Sok Nationalpark gibt es Schwimmwesten. Diese müsst ihr eigentlich nur am Anfang der Fahrt tragen, dass die Kontrolleure am Eingang zufrieden sind. Danach ist es eure Sache.

Vom Besuch der Höhle ist nach oder während Regen abzuraten. Es kam in der Vergangenheit zu tödlichen Unglücken durch Fluten und Abrisse.

Die Hütten auf dem Wasser sind von außen nicht abzuschließen. Bei unserer Gruppe kam nichts weg, aber ich würde trotzdem nichts teures darin liegen lassen.

Im Ort gibt es nichts relevantes zu erwähnen, abgesehen von den zum Teil recht schnell fahrenden Motoradfahrern und den überall üblichen Minimum-Vorkehrungen.


Kosten

  • Zwei-Tages-Tour: 80€ inkl. Eintritt zum Park, Essen und allem.
  • Schlafen: im Ort ab 4€ im Dorm, ab 13€ im Bungalow mit Doppelbett
  • Essen: ab 2€
  • Bier: ab 1€ im Laden, ab 2€ im Restaurant, 2-3€ auf dem See (für ne kleine Dose)

Insider-Tipps

  • Bring eine Kopfbedeckung mit auf den See, viele der Boote haben kein Dach und die Sonne kann ganz schön drücken.
  • Drybags machen auf jeden Fall Sinn, bekommt ihr auch im Ort geliehen.
  • Leih dir einen Roller im Ort aus und fahre einen Tag in der Gegend, östlich des Ortes, herum!
  • Geh tuben im Fluss und hab Spaß mit den Lianen an den Naturpools!

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